Wappen von Kornelimünster

Förderkreis Abteigarten Kornelimünster e.V.

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Letzte Aktualisierung: 28.11.2009
  1. Kloster (ehemaliges Benediktinerkoster)
  2. Klostergebäude (Schloss) der ehemaligen Reichsabtei
  3. Strasse Abteigarten
  4. Park Abteigarten
  5. Strasse Promenade
  1. Kloster (ehemaliges Benediktinerkoster)

    Gründung unter dem Namen »Monasterium ad Indam« durch Kaiser Ludwig dem Frommen in den Jahren 814, Einweihung 817. Erster Abt war 814 bis 821 Benedikt von Aniane (Südfrankreich), der als »erster großer Mönchsvater aus germanischem Stamm« angesehen wird. Zugleich war er Freund und Berater des Kaisers, der in der Kaiserpfalz zu Aachen residierte und das Kloster mit reichen Stiftungen (
    Landbesitz und andere Privilegien) sowie drei wertvollen Heiligtümer: Schürztuch, Schweisstuch und Grabtuch Christi, bedachte, die heute noch im 7 jährlichen Rhythmus gezeigt werden.

    Im Jahre 875 wurde das Grabtuch geteilt (eine Hälfte benötigte Karl der Kahle für die Gründung eines Klosters in Compiègne). Als Ausgleich erhielt das Kloster die Schädelreliquie des Heiligen Papstes Cornelius sowie die des Heiligen Cyprianus. Das Kloster erhielt den Namen "Monastrium Sancti Cornelii ad Indam"
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  2. Klostergebäude (Schloss) der ehemaligen Reichsabtei, Abteigarten 6

    Der heutige Gebäudekomplex stammt aus dem 18. Jahrhundert
    • Ende 15. Jahrhundert: Bau der heute noch bestehenden Torburg der Abtei (Abteigarten 12)
    • 1682: Bau des Aussentores mit seitlichen Rundtürmchen.
    • Um seine Macht als Abt zu vermehren, kaufte Graf von Suys im Jahre 1718 dem Kurfürsten von der Pfalz dessen Vogteirecht über Kornelimünster ab.
    • 1721-1728: Bau des heutigen Mitteltraktes der Abtei (Fürstabts-Wohnung) unter Abt Hyacinth Graf von Suys.
    • 1745-1764: Bau der Süd- und Nordflügel durch Abt von Sickingen
    • 1876: Erweiterung des äusseren Südflügels durch die preussische Regierung, Einrichtung eines Lehrerseminars mit Internat (bis 1925)
    • nach 1945:
      Das Gebäude beherbergt die Dauerausstellung "Kunst aus Nordrhein-Westfalen" des Kultusministeriums NRW. Hier wird zeitgenössische Kunst seit 1945 gezeigt.
      Ausserdem war in Teilen des Gebäudekomplexes das Bundesarchiv der Wehrmacht (Heer, Luftwaffe) untergebracht (bis Ende 2005).
    Der renovierte, barocke Innenausbau ist sehenswert.


    Blick vom Schulberg auf das Schloss,
    links im Hintergrund die Bergkirche St. Stephanus

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  3. Strasse Abteigarten

    Historische Zugangstore der ehemaligen Reichsabtei, Abteigarten 12

    Diese Toranlage war der eigentliche Zugang zur Reichsabtei. Die Anlage besteht aus zwei Doppeltürmen mit Tordurchgängen, die Doppeltürme sind vom so genannten "Aachener Typ":
    Die inneren Türme stammen von 1498 (gotisch, es sind die ältesten sichtbaren Gebäudeteile in Kornelimünster,
    die vorderen Türme von 1682 (Barock).
    Die Turmanlage markiert auch den Verlauf einer der Römerstrassen, die von Norden her zur Furt durch die Tore führte.

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  4. ehemalige Mühle (wahrscheinlich ehemaliger Festungsturm) Abteigarten 9

    Dieses Haus gehörte ursprünglich wahrscheinlich zur äusseren Verteidigungsmauer des Klosters und war ein Eckturm. Aus dieser Vergangenheit stammt noch die heutige runde Fassade. Haus Abteigarten 9, wahrscheinlich ehemals ein Eckturm des Klosters Inda

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  5. Park Abteigarten Kornelimünster (Lage entlang der Strasse Promenade)

    Der Park "Abteigarten" geht auf die barocke Gartenanlage des Schlosses zurück. Jedoch besitzt die heutige Anlage eine Form, die von der ehemaligen Textilfabrik Rohland geprägt wurde.
    Der Kanal (Mühlenkanal, Rohlandkanal) besteht schon seit früher Zeit des Klosters. Ursprünglich verlief er mitten durch das heute sichtbare Becken. Er versorgte die Bann- oder Zwangsmühle (heutiges Teilgebäude der ehemaligen "Textilfabrik Rohland") mit Inde-Wasser. Bann- oder Zwangsmühle bedeutete zu damaliger Zeit, dass in dieser Mühle alles Getreide aus dem Einflussbereich des Klosters gemahlen werden musste. Die entsprechenden Abgaben gingen an das Kloster.
    Napoleon I verordnete bei der Säkularisierung des Klosters, dass in dem Kloster (Bannmühle) eine Tuchfabrik mit Merino-Schafzucht für Militärkleidung errichtet wurde. Die Fabrik bestand bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts.
    Im Zuge der Modernisierung dieser Fabrik entstand ein Vorratsbecken und der Mühlenkanal erhielt die jetzige Lage. Der Fabrikationsbetrieb wurde 1964 eingestellt. Nach vielen Jahren der Verwilderung wurde die Anlage in den Jahren 1997 bis 2003 mit Mitteln der Stadt, des Landes und des Förderkreises Abteigarten Kornelimünster e.V. wieder hergestellt. Der Park Abteigarten hat nunmehr den Status eines geschützten Industriedenkmals und erfreut sich eines regen Zuspruchs bei Jung und Alt.
    Weitere ausführliche Informationen über den Park

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    Bild (Ausschnitt) der im 18. Jahrhundert geplanten Klosteranlage mit Gärten im französischen Stil.
    Dieses Bild befindet sich auf einer Tapete im Jagdzimmer im 1.OG der ehemaligen Reichsabtei (links)
    Neugestalteter Abteigarten 2003 (rechts)
    Abteigarten 2003 in Blüte


  6. Strasse Promenade


    Gebäude der ehemaligen Textilfabrik,
    Promenade 3-9,
    seiner Zeit beherbergte sie im rechten Gebäudeteil die Bann- bzw. Zwangsmühle des Klosters
    Gebäude der ehemaligen Textilfabrik, seiner Zeit beherbergte sie im rechten Gebäudeteil die Bann- bzw. Zwangsmühle des Klosters
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