Das ehemalige Kloster war im Mittelalter von einer so genannten "Kirchenfamilie" umgeben, dass heisst, es gab im Umkreis eine Reihe kleinerer Kirchbauten wie die Bergkirche St. Stephanus, die Kapelle "Maria im Schnee" im Klauser Wald, die St. Gangolfskapelle am St. Gangolfsberg, die St. Nikolaskapelle, Hospiz für Pilger (Reste im ehemaligen Hospiz St. Nikolaus, Korneliusmarkt 12) und die Antoniuskapelle am Beginn der Breiniger Str..
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Propsteikirche St. Kornelius, Blick vom Korneliusmarkt (links) Probsteikirche St. Kornelius mit Korneliuskapelle (rechts) |
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Alljährlich wurde und wird Mitte September eine Woche lang die Kornelioktav gefeiert. Ausserdem werden in 7-jährlichem Rhythmus die drei grossen bilblischen Heiligtümer, und zwar Schürztuch, Schweisstuch und Grabtuch Christi den Gläubigen gezeigt. Die nach der Überlieferung eng mit der Leidensgeschichte verbundenen Textilien schenkte Kaiser Ludwig der Fromme dem Kloster zur Einweihung im Jahr 817.
Unter den sonstigen Reliquien ist die bedeutendste das Schädelreliquiar des heiligen Papstes und Märtyrers Kornelius († 253), durch dessen große Verehrung der Name des Ortes sich in »Kornelimünster« wandelte (Der Namenswechsel ist erst ab 1000 nachweisbar). Die Reliquien des heiligen Kornelius und Cyprianus kamen in das Kloster im Austausch für eine Hälfte des Grabtuchs Christi (875 n.Chr.).
Nachbildungen der Skulpturen der Heiligen Kornelius und Cyprianus stehen links und rechts vom Kirchenzugang bei dem Gebäude Korneliusmarkt 3. Die Originale stehen auf der Orgelempore. Im Wappen von Kornelimünster befindet sich ein Horn, das Korneliushorn. Es ist ein aus Silber getriebenes Büffelhorn und stammt aus dem 10. Jahrhundert. Aus diesem Horn konnten die Pilger geweihtes Wasser trinken. Von den sonstigen Sehenswürdigkeiten der reichhaltigen Innenausstattung der Kirche seien genannt: das Chorgestühl von 1325, die Korneliusstatue von 1460 mit reizvollem Sockel, der Anna-Altar von 1501 (um ihn rankt sich eine besondere Geschichte) und der barocke Hochaltar, den Johann Josef Couven um 1750 im Stil des Rokoko umgestaltete.Details zur Kirche (Baugeschichte, Grundriss, Bilder des Innenraums, Heiligtümer, Reliquien) werden
Nach einem Kirchturm sucht jeder vergebens. Statt dessen rufen die Glocken der Bergkirche St. Stephanus ferngesteuert die Gläubigen zur Messe.
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Vom Korneliusmarkt gelangt man über eine steile Treppe (Bild rechts) zur Bergkirche St. Stephanus. Der Ursprung dieser Kirche liegt bei etwa 1000 n.Chr.. Von dem alten Friedhof, der die Kirche umgibt, hat der Besucher einen schönen Blick über den Ort sowie seine Umgebung.
Die Kirche war bis zur Auflösung des Klosters Pfarrkirche für die zum sogenannten "Münsterländchen" gehörenden Dörfer und Weiler. Bei einem Brand verlor sie ihren Turm, so dass nunmehr der Glockenstuhl in das Kirchengemäuer eingelassen ist. Heute werden die Glocken per Knopfdruck von der Kirche St. Kornelius aus geläutet, die selbst keine grossen Glocken hat. Details zur Kirche (Baugeschichte, Grundriss, Bilder des Innenraums). zurück nach oben |
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| An der Ausfallstrasse nach Breinig steht die Antoniuskapelle. Diese Kapelle wurde erstmals 1718 erwähnt. Nach einem schweren Erdbeben errichtete Abt Carl von Sickingen einen Neubau in Form eines Dreiecks. Weitere Umbauten ergaben die heutige Gestalt. Im Jahre 1781 erfolgte die Einweihung durch den Administrator der Abtei (Carl Caspar von der Horst). | Antoniuskapelle zurück nach oben |
Die um die beiden Plätze liegenden Häuser besassen für die Zeit der Kornelioktav das Recht, eine Strausswirtschaft (so genannte "Zapp") ab dem Gedenktag der Heiligen Kornelius und Cyprianus (16. September) zu betreiben, sie waren so genannte "Cyprianuszäpper" und sorgten für das flüssige Wohl der zahlreichen Pilger (Zäpper = Bierzapfer). Dieses Recht besteht noch heute (aber: der Ausschank musste im Gebäude statt finden - d.h. bei Bedarf wurden die Getränke auch aus dem Fenster oder dem Türflur gereicht). Bänke und Tische auf den Plätzen waren untersagt! ![]() Korneliusmarkt 2 "dr Üllespeijel" (Der Eulenspiegel), in Anlehnung an das Rote Haus in Monschau auch "et ruue Huus" Restaurant Akropolis |
Korneliusmarkt 3, ehemaliges Bürgermeisteramt (1830), später Schule (bis 1930). An diesem Haus befindet sich eine Hochwassermarke vom 27.02.1906 (etwa 1 m über dem Pflaster), heute Sparkasse Aachen
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![]() Korneliusmarkt 4 (rechtes, rotes Haus) und Korneliusmarkt 6 (linkes Haus), wahrscheinlich "In der Gerichtsstube", d.h. das weltliche Gericht. Das kirchliche Gericht (Sendgericht) wird in St. Kornelius zusammen getreten sein. zurück nach oben |
Korneliusmarkt 6 (rechtes Haus) und Korneliusmarkt 8 (linkes Haus) |
![]() Inde flussabwärts |
![]() Inde flussabwärts im Winter |
![]() Inde flussaufwärts |